{"id":1173,"date":"2014-08-07T07:11:24","date_gmt":"2014-08-07T07:11:24","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p260011.webspaceconfig.de\/stimmen\/"},"modified":"2017-04-19T11:46:40","modified_gmt":"2017-04-19T09:46:40","slug":"stimmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.aala-maram.org\/en\/stimmen\/","title":{"rendered":"Stimmen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fw-page-builder-content\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wordpress.p260011.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/voices.jpg\" alt=\"voices\" data-maxdpr=\"1.7\" class=\"lazyload\" \/><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"http:\/\/wordpress.p260011.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/voices-300x225.jpg 300w, http:\/\/wordpress.p260011.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/voices-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/wordpress.p260011.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/voices.jpg 1024w\" alt=\"voices\" data-maxdpr=\"1.7\" class=\"lazyload\" \/> <\/p>\n<h2>Simone (Bern, Schweiz)<\/h2>\n<p>Im September 2014 hatte ich die M\u00f6glichkeit, anl\u00e4sslich einer privaten Reise nach Sri Lanka einige Kinder, die vom Verein Aalamaram unterst\u00fctzt werden, zu besuchen. Ich war ersch\u00fcttert, in welch einfachen Verh\u00e4ltnissen sie wohnen und \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrer Herzlichkeit und Freude. M\u00fctter und Pflegem\u00fctter erz\u00e4hlten mir ihr Schicksal und wie sie sich bem\u00fchen, ein Einkommen f\u00fcr die Familie zu finden. Diese innovativen Frauen flechten K\u00f6rbe und andere Hilfsmittel f\u00fcr die K\u00fcche, stellen selber Appalam\/Papadam unter ihrem eigenen Label her oder ziehen von Haus zu Haus, um ihre Dienste als K\u00fcchenhilfe anzubieten. Spontan entschloss ich mich, Fr. 100.00 aus meiner Reisekasse zu spenden und den Kindern etwas zu kaufen. Ich fragte sie, was ihr Wunsch sei, wenn sie Fr. 10.00 h\u00e4tten. Die Knaben waren sich schnell einig, dass sie sich \u201erunning shoes\u201c (Turnschuhe) w\u00fcnschten, die M\u00e4dchen Hefte, Stifte f\u00fcr die Schule und Haarklammern. Wir quetschten die zehn Kinder in unseren Van und fuhren ins n\u00e4chste Dorf zum Einkaufen. Nach der Heimfahrt pr\u00e4sentierten die Kinder uns stolz ihre Errungenschaften. Die gl\u00e4nzenden Augen und die fr\u00f6hlichen Gesichter, sowie die vielen Umarmungen und Dankesworte der Kinder ber\u00fchren mich noch heute.<\/p>\n<h2>Tharsika (Meesalai, Sri Lanka)<\/h2>\n<p>Ich heisse Tharsika und bin die \u00c4lteste von 5 Kindern. Ich studiere Unternehmensf\u00fchrung an der Universit\u00e4t in Jaffna. Zu Beginn meines Studiums wurden meine Familie und ich vertrieben und zogen von Ort zu Ort in der Region Vanni. W\u00e4hrend eines Angriffs mit Raketenbomben wurde mein Vater verletzt und musste ein Bein amputieren. Viele unserer Verwandten starben w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkrieges. Nach Kriegsende wurden wir in ein Auffanglager in Cheddikulam gesteckt. Wir erlebten grosse Not und Elend, so mussten wir t\u00e4glich mehrere Stunden in langen Reihen warten, um unsere Essenspakete zu erhalten. W\u00e4hrend ich anstand, um die Pakete zu holen, schliefen meine j\u00fcngeren Geschwister ein, sie erhielten dann kein Essen mehr, und bis am n\u00e4chsten Tag waren die ihnen zugeteilten Lebensmittel verdorben. Meine Eltern fanden im Auffanglager aus lauter Sorge kaum Schlaf und haderten mit ihrem Schicksal. Nach sechs Monaten konnten wir das Lager endlich verlassen und kamen nach Meesalai. Dort konnte ich wieder zur Schule gehen und mich f\u00fcr die Hochschulreife vorbereiten, ich wurde sogar Zweitbeste in der Region Kilinochchi und es war mir m\u00f6glich, mein Studium im Jahr 2011 an der Universit\u00e4t in Jaffna wieder aufzunehmen.Da mein Vater immer noch keine Arbeit hat, ist unser Budget sehr klein und ich bin froh, dass ich dank des Vereins Aalamaram mein Studium weiterf\u00fchren kann.<\/p>\n<p> &ldquo;<\/p>\n<p>Geben Sie den Kindern in Sri Lanka eine Zukunft.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Balan (Meesalai, Sri Lanka)<\/h2>\n<p>Ich heisse Balan, bin 16 Jahre alt und habe eine j\u00fcngere Schwester. Ich bin in der 10. Klasse in Meesalai. Vorher wohnten wir in Tharmapuram in der Region Kilinochchi. 2008, als der Konflikt erneut heftig ausbrach, war ich 11 Jahre alt und besuchte die Schule in der 5. Klasse. Wie viele andere Familien zogen wir aus Angst vor dem Krieg von Ort zu Ort. In Mullivaikkal wurden meine Mutter und mein Vater bei einem Bombenangriff get\u00f6tet. Auf Irrwegen kamen wir zu unserer Tante in Meesalai. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit der Unterst\u00fctzung des Vereins Aalamaram nun wieder zur Schule gehen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ravi (Kilinochchi, Sri Lanka)<\/h2>\n<p>Mein Name ist Ravi und ich bin 14 Jahre alt. Ich habe eine \u00e4ltere Schwester und einen j\u00fcngeren Bruder. Aufgewachsen bin ich in Kilinochchi. Als der Konflikt 2008 erneut ausbrach, fl\u00fcchtete meine Familie nach Mullivaikaal, dort fanden wir Unterschlupf bei Bekannten. Bei einem heftigen Bombenangriff versteckten wir uns alle in einem Bunker im Garten. In der Gefechtspause riefen die Leute im Nachbarsgarten um Hilfe. Unsere Eltern \u00fcberlegten nicht lange und liefen die kurze Strecke zum benachbarten Bunker durch den Garten. Doch ein erneuter Angriff begann, und sie wurden beide vor unseren Augen von einer Raketenbombe get\u00f6tet. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was alles in uns vorging und wie es weiterging. Schliesslich kamen wir in ein Auffanglager, wo wir mehr als zwei Jahre ausharrten, bis unsere Grossmutter uns aufsp\u00fcrte und uns zu sich nahm. Nun wohnen wir gemeinsam mit der Grossmutter, unserer Tante, ihren zwei Kindern und ihrem Mann in einer einfachen H\u00fctte in Kilinochchi. Auch unser Onkel hat viel Schlimmes im Krieg erlebt und er kann kaum mehr arbeiten, so dass es oft nicht mal f\u00fcr das N\u00f6tigste reicht. Wenigstens k\u00f6nnen wir die Schule besuchen und haben genug zu essen, daf\u00fcr sind wir dem Verein Aalamaram sehr dankbar.<\/p>\n<p> <a href=\"\/kontakt\/\" target=\"_self\" class=\"fw-btn tf-sh-3695175c3abdf6818c89c653b2498e10 fw-btn-md fw-btn-side-by-side fw-btn-2\" style=\"\"><br \/>\n Werden Sie Mitglied<br \/>\n <\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Simone (Bern, Schweiz) Im September 2014 hatte ich die M\u00f6glichkeit, anl\u00e4sslich einer privaten Reise nach Sri Lanka einige Kinder, die vom Verein Aalamaram unterst\u00fctzt werden, zu besuchen. Ich war ersch\u00fcttert, in welch einfachen Verh\u00e4ltnissen sie wohnen und \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrer Herzlichkeit und Freude. 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